Für den heutigen Tag hätten wir eigentlich eine deutschsprachige Tour mit „Mein Trip nach NY“ gebucht. Eine Woche vor unserer Abreise bekamen wir die Nachricht, dass die Tour leider abgesagt werden müsse, da der Guide ausfalle und kein Ersatz vor Ort sei. Schade, aber somit blieb uns einen Tag, um Miami auf eigene Faust zu erkunden.
Am Morgen haben wir vom Balkon aus zuerst den Himmel beobachtet. Ein richtiger Sonnenaufgang war es leider nicht, da es zuviele Wolken hatte. Aber schön war es trotzdem.


Das Frühstück war etwas ungemütlich und teuer. Der Frühstücksraum vom Best Western war mit gruseliger Halloween Deko geschmückt. Während man ass, sah man Hände und Beine von den Lampen baumeln… es gibt hübscheres! Ausserdem haben wir 50 Dollar für das Frühstücksbuffet bezahlt. Da wir keine Frühstücksbuffetplünderer sind, lohnt sich das einfach nicht.
Wir beschlossen, den heutigen Tag mit einer Pause am Strand zu geniessen. Vor unserem Hotel wurden wir direkt angesprochen und uns wurden zwei Liegestühle mit Sonnenschirm zu einem sehr vernünftigen Preis angeboten. Rasch kamen wir ins Gespräch mit dem Vermieter und es stellt sich heraus, dass er vor 25 Jahren aus Tirol nach Miami ausgewandert war. Dazwischen war er Koch auf Kreuzfahrtschiffen und hat einiges gemacht. Wir wurden bestens von ihm betreut, er organisierte super Wraps zum Mittagessen für uns und war auch sonst sehr aufmerksam. Touristen hatte es nicht viele.

Der Atlantik war sehr rau und wellig. Immer wieder schlugen uns die Wellen über dem Kopf zusammen, so dass wir gar nicht so lange im Wasser blieben. Wenn man immer wieder Salzwasser spucken muss, geht es auch ohne Wasser :-). Auf dem Strandspatziergang entdeckten wir allerlei Kurioses (das zweite Bild ist von Nicolas… er ist damit nicht gemeint ;-)).

Die Männer vertrieben sich die Zeit mit dem Bau einer Pyramide. Da der Sand sehr trocken war (es war auch sehr heiss), war der Bau sehr mühselig.

Anfangs nachmittags hatten wir genug vom Strand und verabschiedeten uns vom Tiroler. Wir duschten und fuhren ins Art Deco Viertel in Miami Beach. Die Gebäude waren sehr interessant, das Publikum eher sehr speziell. Sehr karibisch angehaucht. Überall versuchten knapp bekleidete Damen uns zu animieren, bei Ihnen zu Essen oder zu Trinken, überall Happy Hour mit RIIIIIIIIIIIESIGEN Gläsern. Unglaublich… soviel nackte Haus hatten wir nicht einmal am Strand gesehen.

Lucien fühlte sich merklich unwohl, so dass wir nach einem Rundgang rasch das Feld räumten und weiter nach Miami fuhren zu den Wynwood Walls. Der Wynwood Art District ist ein Stadtteil im Wynwood-Viertel von Miami. Es ist die Heimat von über 70 Galerien, Museen und Sammlungen. Das hat mich natürlich besonders interessiert. Zum ersten Mal hatten wir in den USA Probleme mit der Parkuhr. Hier benötigte man eine App, um elektronisch die Parkgebühr zu zahlen. Leider konnten wir mangels nötigem WLAN die App nicht herunterladen, so dass wir schlussendlich ohne einen Parkschein losgingen.


Hier hatte es wunderschöne Bilder, Kunstwerke und Skulpturen. Es war fantastisch. Wir waren sehr begeistert! Bis wir durch waren, dunkelte es schon etwas ein. Das Auto stand noch am Platz, also hatten wir Glück gehabt… 🙂
Da wir bereits in Miami waren, wollten wir im Bubba Gump essen gehen. Eine ehemalige Schulkollegin von mir hat uns das empfohlen.
Da das Bubba Gamp mitten in Miami ist, gestaltete sich die Parkplatzsuche nicht ganz einfach. Wir fanden sehr nah einen grossen Parkplatz und stellten das Auto ab. Bei der Parkuhr zeigte es uns 28 Dollar an. Uns hat fast der Schlag getroffen. Um ein Nachtessen zu geniessen so hohe Parkgebühren zu zahlen, wollten wir dann doch nicht. Wir fanden einen hilfsbereiten Parkplatzkontrolleur und fragten nach, ob das wirklich korrekt ist. Ja leider, er verstehe uns voll und ganz. Die Preise für die Parkplätze seien so hoch, wenn im nahliegenden Veranstaltungszentrum ein Anlass stattfindet. Ansonsten sind die Preise dort normal. Pech für uns, dass am heutigen Abend eine Veranstaltung stattfand. Also wieder los ins Auto und Runde um Runde gedreht. Die Nerven lagen blank, alle waren entnervt. Aber wir haben einmal mehr auch wieder gesehen, wie freundlich die Amis sind. Wir haben bei einem Parkplatz den Preis nachgefragt. Dort wurde uns gesagt 15 Dollar. Als Nicolas meinte, sorry wir suchen weiter, kam die freundliche Antwort „kein Problem“. Wäre das in der Schweiz gewesen, wäre mit Sicherheit vom Parkplatzwächter gemotzt worden…
Schlussendlich fanden wir für 5 Dollar in einer Parkgarage einen Platz und machten uns hungrig auf den Weg zum Bubba Gump. Dort angekommen wählten wir einen Platz draussen, da es drin extrem laut und eisig klimatisiert war. Draussen waren wir die einzigen Gäste und es passte perfekt für uns.


Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir noch Gelegenheit die beleuchtete Stadt zu fotographieren. Danach ging es zurück ins Hotel.
