Für den heutigen Tag hatten wir eine lange Strecke zu fahren. Wir mussten mit knapp 4 Stunden rechnen. Am Morgen ging es frühzeitig los. Da wir unterwegs Picknicken wollten, hielten wir bei der Abfahrt noch kurz bei Walmart und kauften die benötigten Lebensmittel. Da Lucien schon lange auf der Suche nach den Stickbot Pets war und die bisherige Suche erfolglos verlaufen ist, haben wir kurz bei den Spielwaren vorbeigeschaut. Dort wurden wir tatsächlich fündig und konnten die lang ersehnten Stickbots kaufen. Bevor wir in den Walmart gingen, habe ich zu Lucien gesagt, er solle doch die Sonnenbrille im Auto lassen, sonst bleibt sie irgendwo liegen. Er wollte nicht…
Wir haben alles im Auto verstaut und wollten einsteigen. Da fiel mir plötzlich auf, dass Lucien keine Sonnenbrille mehr trug, auch nicht in der Hand. Er wusste von gar nichts.. hatte keine Ahnung wo sie sein könnte. Da es heiss und hell war, mussten wir eine Sonnenbrille haben. Ob wir unsere finden oder eine neue kaufen… egal… wir mussten nochmals rein. Zum Glück fanden wir sie sofort bei den Stickbots… 😉 Oh man, ich hasse es recht zu haben.
So, endlich konnten wir los. Über die 7 Mile Bridge nach New Orleans unserem nächsten Ziel.


Bis Key Largo sah alles noch einigermassen gut aus. Wir waren auf Zerstörung gefasst. Es dann doch tatsächlich zu sehen, war deprimierend. Die Menschen hatten schon wahnsinnig viel geleistet und Abfallberge türmten sich zu beiden Seiten der Strasse. Trotzdem sah man noch extrem viel Zerstörung.

Hier sieht man sehr gut die alte Brücke, welche sich parallel neben der neuen Brücke entlangzieht.

Ständig eine schnurgerade Strecke zu fahren war extrem Anstrengend. Wir machten um die Mittagszeit halt an einem Aussichtspunkt. Das war übrigens der einzige Aussichtspunkt, den ich bisher in Amerika erlebt habe, der keine Toilette hatte. Wieso ich das noch weiss… tja… weil ich dringend zur Toilette gemusst hätte…

Wir machten unsere Sandwich bereit und assen während wir den fantastischen Ausblick genossen. Kaum fertig mit dem Essen, tauchte ein Motorradfahrer neben uns auf, der uns bat, seine ganze Truppe zu fotographieren. Das machte Nicolas natürlich sehr gerne. So sah das aus ;-).

Danach habe ich das erste Mal das Steuer übernommen. Da der Fahrersitz im Unterschied zum Beifahrersitz höhenverstellt werden kann, sah ich endlich etwas mehr aus dem Fenster. Die restliche Strecke fuhren wir in einem Stück bis zu unserem Hotel. Das Best Western lag ausserhalb von Key West, was uns aber überhaupt nicht störte.

Nach dem Hotel Check In und der Besichtigung des Zimmers (jupii, Balkon mit Moskitogitter.. kommt uns sehr entgegen),

fuhren wir mit dem Auto in die Stadt und parkten gleich beim Mallory Square.
Danach liefen wir die Duval Street entlang. Das Ziel war der Southernmost Point mit der Tonne. Die Stadt präsentierte sich sehr aufgeräumt und farbenprächtig. Nur wenige Geschäfte hatten nicht mehr offen wegen dem Hurricane. Da haben die Menschen wahnsinnige Arbeit geleistet.




Da mittlerweile Nachmittag war und wir ausser dem Sandwich nichts mehr gegessen hatten, machten wir in einer Bäckerei Halt wo wir RIESIGE Cookies entdeckten. Noch nie hatten wir so grosse Cookies gesehen. Lucien hat eines mit Smarties verputzt. Der Fussmarsch der Strasse entlang hat hungrig gemacht.

Endlich, endlich… nach ewiger Zeit und brütender Hitze sind wir beim südlichsten Punkt der USA angekommen. Natürlich durften die Bilder mit der Tonne nicht fehlen.


Es waren alle müde, durstig und leicht grantig. Nicolas wollte nicht verstehen, dass ich die Karte nicht verstand. Ich war der Meinung, dass der Mallory Square gleich bei der Tonne sei. Doch leider nicht. Wir mussten also alles wieder zurück. Doch zuerst mussten wir dringend etwas trinken.
Wir schauten bei einiges Lokalen die Karte an und fanden schliesslich das wunderschöne Banana Café. Es war hübsch eingerichtet. Erschöpft liessen wir uns nieder und bestellten etwas zu trinken.



Als wir uns etwas erholt hatten und bei den anderen Gästen die Speisen auf den Tellern sahen, entschlossen wir uns gleich im Banana Café zu essen. Es war noch etwas früh, aber wir wollten danach ja dann zum Sonnenuntergang zum Mallory Square gehen und brauchten dringend etwas Energie. Das Essen war fantastisch! Als Nicolas zahlen wollte, wurde ihm gesagt, dass heute alles 50% sein. Wir sind fast aus den Latschen gekippt. So etwas haben wir noch nie erlebt.
Gesättigt und zufrieden waren wir wieder in der Lage den Weg zum Mallory Square zu gehen. Unterwegs machten wir beim It’s sugar Halt. Ausgerechnet dieser Laden war noch geschlossen, da alles überflutet gewesen war. Lucien war etwas traurig. Dafür konnten wir ein Bild mit ihm von Pusheen machen, welches im Schaufenster klebte.

Kurz vor Sonnenuntergang waren wir beim Square angekommen. Die ersten Menschen drückten sich am Rand entlang. Wir bekamen noch einen Platz mit guter Aussicht, bevor sich immer mehr Menschen versammelten.





Die Bilder waren sehr eindrücklich! Das war unser bisherig schönster Sonnenuntergang in Florida. Aufgrund der Wolken hatten wir bisher noch nichts vergleichbares gesehen.
Zufrieden, aber sehr sehr müde fuhren wir zurück ins Hotel wo bald alle tief und fest schliefen.